Farid Guendoul

Farid Gouendul
Foto: privat

Der 28-jährige Farid Guendoul wuchs als eines von 10 Kindern in Tagarines, einer Armensiedlung in Algier auf. Mit Unterstützung seiner Brüder machte er das technische Abitur und studierte an der Fachhochschule Flugzeugtechnik. Nach dem Diplom arbeitete er neun Monate als Handlanger am Flughafen. Dann entschloss er sich, nach Europa zu fliehen, um so der Arbeitslosigkeit und dem Druck des Bürgerkrieges zu entgehen. Im Sommer 1997 beantragte er, um seine Familie zu schützen unter dem Namen Omar Ben Noui, Asyl in Deutschland. Nach einem kurzen Aufenthalt im Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt wurde er in das Wohnheim Sempten, acht Kilometer von Guben entfernt, untergebracht. Hier lernte er deutsch und versuchte sich mit einem selbst finanzierten Elektronikkurs weiterzubilden. Seine Freundin erwartete ein Kind. Die gemeinsame Tochter kam sechs Monate nach seinem Tod zur Welt.

DIE VORGESCHICHTE

Guben, 12. Februar 1999. Farid Guendoul, Khaled B. und Issaka K. machen sich am Abend aus der Unterkunft für Flüchtling, in der sie untergebracht sind, auf den Weg in die Diskothek „Dance-Club“. Guendoul und seine Begleiter sind dort häufiger zu Gast.

Am selben Abend trifft sich in der Wohnung des stadtbekannten Neonazis Ronny P. eine Gruppen junger Männer, die allesamt der rechten Szene angehören. Sie schauen sich den Film „Romper Stomper“ an, der von neonazistischen Skinheads handelt und heftige Gewaltdarstellungen enthält. Dazu trinken sie Bier und hören Musik der Band „Landser“, jener Band, die im Jahre 2003 aufgrund ihrer rassistischen Hetze wegen Bildung einer kriminelle Vereinigung verurteilt und verboten werden wird. Ronny P. und ein Teil seiner Gäste machen sich schließlich auf den Weg in den „Dance-Club“

Gegen 02.30 Uhr kommt es in der Diskothek zu einem Streit. Die Gruppe um Ronny P. behauptet, sie sei von vietnamesischen Gästen mit einer Zigarettenkippe beschnipst worden. Der Konflikt eskaliert und verlagert sich vor die Diskothek. In diesem Moment beschließen einige Gäste den Dance-Club zu verlassen, unter ihnen die Kubaner Julio N. und Leonardo G. Vor dem Eingang ist die Auseinandersetzung bereits in vollem Gange. Leonardo G. und Julio N. werden sofort hineingezogen. Während Leonardo G. in die Diskothek zurückkehren kann, wird Julio N. auf den Boden gestoßen. Er findet eine Art Metallschiene und schlägt mit ihr zweimal und laut schreiend auf den Nächstbesten ein. Die Schläge treffen Ronny P. Dieser stürzt und verletzt sich dabei leicht an Händen und Knien. Darauf hin ergreifen die Neonazis die Flucht.

Sie sammeln sich an einer nahe gelegenen Tankstelle und erregen sich über die Schlägerei,. Freunde werden angerufen. Unter ihnen befindet sich jetzt auch Alexander B., der bis heute bei NPD aktiv ist. Er ist eine treibende Figur der nun folgenden Geschehnisse. Die Gruppe macht sich erneut auf den Weg. Ihr Plan ist nun, in die Diskothek „einzureiten“, um sich für die Schlägerei zu rächen. Sie scheitert aber schon am Türsteher. Jemand telefoniert mit Ronny P. Dieser erzählt, er sei „vom Neger mit einer Machete aufgeschlitzt worden“. Diese Geschichte macht unter den Rechten schnell die Runde und steigert ihren Hass.

Sie kehren in die Wohnung des Ronny P. zurück, in ihrer Begleitung Polizeibeamte. Diese schauen sich die Verletzungen von P. an, eine Anzeige wird nicht erstattet. Stattdessen verkünden die Neonazis gegenüber den Polizisten: „Das regeln wir selbst.“ Die Stimmung in der Wohnung ist aufgeheizt, obwohl offensichtlich ist, dass die Geschichte von der Machete eine reine Erfindung ist. Die Polizei veranlasst schließlich, dass P. in das örtliche Krankenhaus gebracht wird.

Der Rest der Gruppe will Rache. Nachdem die Neonazis P. bis zum Krankenhaus eskortiert haben, fahren sie auf der Suche nach Julio N. durch die Stadt. An einer Baustelle werden Pflastersteine in den Kofferraum geladen und einige hundert Meter weiter damit die Scheiben eines Asia-Ladens eingeworfen. In der Nähe des „Dance-Clubs“ bedrängen sie eine Besucherin, schütten ihr Bier über den Kopf und brüllen Parolen. Aus ihren Autos dröhnt die Musik von „Landser“.

DIE TAT

Es ist bereits nach vier Uhr als Farid Guendoul und seine Begleiter sich auf den Heimweg machen. Sie sind müde und müssen den weiten Weg in ihre Unterkunft zu Fuß zurücklegen. In der Nähe der Diskothek werden sie von den Rechten entdeckt. Alexander B. Ruft: „Anhalten, da sind Kanacken!“ Die Autos bleiben mit quietschenden Reifen stehen. Die Männer springen heraus und rufen „Wir haben euch was mitgebracht: Hass, Hass, Hass“.

Farid Guendoul, Issaka K. und Khaled B. machen kehrt und flüchten in Richtung des „Dance-Clubs“. Ihre Verfolger springen zurück in ihre Fahrzeuge, um ihnen den Weg abzuschneiden. Die Drei laufen zwischen den Fahrzeugen durch, dann teilen sie sich auf. Während Khaled B. über eine Grünfläche in Richtung parkender Autos sprintet, fliehen Farid Guendoul und Issaka K. in Richtung der Häuser Hugo-Jentsch-Straße.

Kahled B. wird durch drei Angreifer verfolgt. Einer erreicht ihn, versetzt ihm einen Fußtritt. Khaled B. stürzt, kann wieder aufstehen und kurzzeitig weiterfliehen. Dann treffen ihn erneut Fußtritte in den Rücken. Khaled B. fällt zwischen parkenden Autos auf die Straße und prallt dabei mit dem Kopf gegen eine Stoßstange. Auf dem Boden liegend schreit er, „Ich bin tot, ich bin tot … Die Blut! … Mein Auge ist weg.“ Ein Pflasterstein wird nach ihm geworfen. Khaled B. verliert das Bewusstsein. Die Angreifer lassen schließlich von ihm ab.

Währenddessen, versuchen Farid Guendoul und Issaka K. voller Todesangst den Rechten zu entkommen. In seiner Panik tritt Guendoul die gläserne Eingangstür der Hausnummer 14 in der Hugo-Jentsch-Straße ein. Beide kriechen durch die zersplitterte Eingangstür, um im Treppenhaus Zuflucht zu finden. Dabei verletzt sich Farid Guendoul an der Schlagader im Knie. Issaka K. und Farid Guendoul verhalten sich so leise wie möglich und schalten kein Licht an. Sie wagen es nicht, an einer der Wohungstüren um Hilfe zu bitten. Farid Guendoul bittet Issaka K., zurück zur Straße zu gehen und dort ein Taxis zu rufen. Der lugt durch die Eingangstür und bemerkt einen der Verfolger. Zurück bei Farid Guendoul bemerkt er das viele Blut, das dieser verloren hat. Er muss mit ansehen, wie Farid Guendoul immer schwächer wird. Issaka K. geht erneut zur Eingangstür, sieht ein Taxis, erkennt aber gleichzeitig eines der Fahrzeuge, die ihn verfolgt hatten. Er reißt die Tür des Taxis auf, springt hinein, und versucht dem Fahrer die Situation verständlich zu machen. Der Taxifahrer fährt sofort los und bemerkt zugleich, dass er verfolgt wird. Weil ihm dies sicherer erscheint, bringt er Issaka K. in ein nahe gelegenes Bistro. Dort spricht er mit der Wirtin und bittet sie, sich um Issaka K. zu kümmern.

Sechs Rechte waren dem Taxi bis zu dem Bistro gefolgt und fordern dort die Herausgabe Issaka K. Die Wirtin verweigert ihnen den Zutritt und droht mit ihren Hunden. Das couragierte Auftreten der Wirtin verunsichert die Angreifer derart, dass sie ihren Versuch, in das Bistro einzudringen zunächst aufgeben. Stattdessen suchen sie nun Hilfe bei der Polizei. Die kurz darauf eintreffenden Beamten führen Issaka K. in Handschellen aus dem Bistro. Diese groteske Umkehr von Täter und Opfer kann die Rechten in ihrem Hass nur bestätigt haben. Deren Rachdurst ist jedoch noch längst nicht gestillt. Sie verfolgen nun die Polizeiwagen. Vor der Polizeiwache kommt es zu einem heftigen Wortgefechten darüber, wie mit Issaka K. zu verfahren sei. Schließlich versuchen die Rechten über den Zaun, auf das Gelände der Wache zu gelangen. Den Beamten erscheint die Situation derart bedrohlich, dass sie über einen Notruf Unterstützung anfordern.

Beinahe zur selben Zeit stellt ein Notarzt den Tod Farid Guendouls fest. Hausbewohner haben ihn gefunden. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät.

Khaled B. erwacht kurz nach fünf Uhr aus seiner Ohnmacht. Auf der Straße ist niemand. Er läuft zum „Dance-Club“, der bereits geschlossen hat. Der Wirt öffnet und Khaled B. berichtet von dem Überfall und bittet darum, die Polizei zu rufen. Schnell wird er zur Polizeiwache gebracht, wo er Issaka K. hinter einer Glasscheibe sitzen sieht. Mit ihm sprechen darf er nicht, erfährt nicht, was mit Farid Guendoul passiert ist. Khaled B. will eine Aussage über die Geschehnisse der Nacht machen. Die Polizisten fragen ihn, weshalb er es damit so eilig habe und schicken ihn ohne Befragung fort. Khaled B. kehrt in die Flüchtlingsunterkunft zurück und wartet dort auf Farid Guendoul. Schließlich fährt er ins örtliche Krankenhaus, um sich dort nach seinem Freund zu erkundigen. Erst dort erfährt er, dass Farid Guendoul ums Leben gekommen ist. Eine Behandlung wird ihm trotz seiner Verletzungen verweigert, weil er keinen Krankenschein hat, den er sich als Asylsuchender gesondert vom Sozialamt besorgen müsste.

Die Rachsucht der Rechten ist noch immer nicht gestillt. Nach den Auseinandersetzungen vor der Polizeiwache versorgen sie sich erneut mit Steinen, fahren zum asiatischen Lokal „Drachenstübchen“ und zerstören dort die Scheiben. Fünf von ihnen begeben sich dann noch einmal in die Hugo-Jentsch-Straße, wo sie festgenommen werden.

Issaka K. wird noch bis zum Mittag in Handschellen auf der Polizeiwache festgehalten.

DAS GERICHTSVERFAHREN

Am 3. Juni 1999 beginnt das Verfahren gegen elf an der Hetzjagd beteiligte Männer. Angeklagt sind sie wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung, Nötigung und Volksverhetzung. Gegen einige der Angeklagten wird noch wegen anderer Taten verhandelt, die sich in ihrer Begehungsweise teilweise durch eine extreme Brutalität auszeichnen. Versuchen die Angeklagten ihre Zugehörigkeit zur rechten Szene zunächst noch zu vertuschen, wird diese mit zunehmender Verfahrensdauer auch äußerlich immer offensichtlicher. Den Gerichtssaal betreten sie in einschlägiger Szenekleidung, sie beteiligen sich an einem rechten Aufmarsch in Guben, ein Angeklagter zertritt die Blumen auf dem Gedenkstein für Farid Guendoul.

Das Verfahren ist von Beginn an durch die zahlreichen Befangenheitsanträge der Verteidigung gekennzeichnet, über 40 werden es zu Prozessende sein. Von diesen Anträgen ist auch die Berichterstattung über das Verfahren dominiert. Die Strategie der Verteidigung beruht darauf, den politischen Hintergrund sowie den rechtsextremen Hintergrund der Angeklagten in Abrede zu stellen, und den Verletzten eine Mitschuld an dem Geschehen zuzuweisen. So wird beispielsweise erklärt, es habe keine Hetzjagd gegeben. Die Angeklagten hätten die Polizei unterstützen wollen. Farid Guendoul, Khaled B. und Issaka K. hätten sich verdächtig gemacht, weil sie weggelaufen seien. Die Verantwortung für den Tod von Farid Guendoul treffe letztlich die Flüchtlinge selbst. Aufgrund einer Traumatisierung hätten diese völlig unverhältnismäßig reagiert. Den Flüchtlingen wird weiter der Handel mit Drogen unterstellt. Deshalb seien sie geflohen. Deshalb hätten sie keinen Kontakt zu den Bewohner_innen des Hauses in der Hugo-Jentsch-Strasse gesucht. Deshalb habe Issaka K. den Taxifahrer nicht zu dem sterbenden Farid Guendoul gebracht. Nachdem die Staatsanwaltschaft mitteilt, dass es keine entsprechenden Ermittlungsverfahren gibt, wird der Antrag kurzer Hand umgestellt. Nun sollen es Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen sein. Mehrfach wird versucht, Malik Guendoul, den Bruder Farid Guendouls, als Nebenkläger aus dem Verfahren auszuschließen. Aus Angst vor der Abschiebung nach Algerien, hatte Farid Guendoul einen falschen Namen angenommen. Dies genügt für die Unterstellung, Malik Guendoul habe sich als fremde Person in das Verfahren eingeschlichen. Die Strategie der Verteidigung lässt sich so zusammenfassen: Die Angeklagten seien junge, politisch neutrale Männer, die mit einer Machete angegriffen wurden. Da die Polizei dies nicht ernstgenommen habe, sei sie für die dann folgenden Geschehenisse ebenso verantwortlich, wie die drei Angriffenen, die unter den Verdacht krimineller Handlungen gestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft flankiert diese Verteidigungsstrategie insoweit, als sie von Beginn der Ermittlungen bemüht ist, den rassistischen Hintergrund der Tat in Abrede zustellen. So bleibt es der Nebenklage überlassen, die Hintergründe der Angeklagten und die Motive der Tat auszuleuchten. Entsprechenden Beweisanträgen stellt sich der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft regelmäßig entgegen. Er betont, es gäbe keinerlei Hinweise dafür, dass die Täter rechtsextremen orientiert seien.

Nachdem sich das Verfahren über 17 Monate hingezogen hat, wird im November 2000 schließlich das Urteil verkündet. Die drei Rädelsführer erhalten Jugendstrafen von zwei bis drei Jahren. In sechs Fällen spricht das Gericht Bewährungsstrafen aus und in zwei weiteren Fällen sogenannte Verwarnungen. Der damalige Präsident des Bundestages Wolfgang Thierse spricht nach der Urteilsverkündung von einem „Skandal“. Der Rechtsstaat werde nicht mit rechtsextremen Tätern fertig. Auf die Revision der Nebenkläger ändert der Bundesgerichtshof später das Urteil. Die Täter werden nun nicht wegen fahrlässiger Tötung, sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Die Höhe der Strafen wird hingegen nicht geändert.

Das Gedenken
Einen Tag nach dem Tod von Farid Guendoul findet eine Mahnwache und eine Demonstration in Guben für ihn statt. Auch in den nächsten Tagen und Wochen gibt es verschiedene Trauer- und Gedenkfeiern, sowie Benefizkonzerte für die Familie und das ungeborene Kind Farid Guendouls.

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Die Quellen

AIB 57/2002: Nazischutzgebiete – zwei beispielhafte Biotope. Der »V-Mann-Skandal« in Guben
Christ, Michaela: Die Jagd. Über den Tod von Farid Guendoul in Guben in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1999
Dahlkamp, Jürgen u.a., DER SPIEGEL Nr. 47/2000: Furchtbare Advokaten
Jaschke, Gabi, telegraph #102/103, Guben - Eine ostdeutsche Kleinstadt
Opferperspektive e.V., Erinnerung an Farid Guendoul
BGH, 5 StR 42/02
re:guben, Onlineprojekt zum Gedenken an Farid Guendoul

Nichts ist, wie es vorher war. Interview mit Khaled Bensaha

Khaled Bensaha ist eines der beiden überlebenden Opfer der „Hetzjagd von Guben“. Wie Farid Guendoul stammt er aus Algerien, in Guben lebte er im Heim von Ende August 1997 bis zu jener Nacht zum 13. Februar 1999. Er lief in eine andere Richtung als Farid Guendoul und Issaka Kaba, bis ihn die Verfolger einholten und ohnmächtig schlugen. Erst am nächsten Morgen erfuhr er zufällig vom Tod seines Freundes.

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Wenige Tage nach dem 13. Februar 1999 später wurde er in ein Heim nach Potsdam verlegt, wo er seitdem wohnt. Khaled kennen wir seit dem Trauermarsch einen Tag nach Farid Guendouls Tod. Das persönliche Verhältnis, das sich seitdem, trotz aller Schwierigkeiten, zwischen uns und ihm entwickelte, schlug sich in der Interviewsituation nieder, in der Offenheit, mit der er sein psychisches Erleben der Hetzjagd und der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen schildert. Wir hoffen, dass dieses Interview zum Verständnis darüber beiträgt, welche Wunden der allgegenwärtige Rassismus in unserer Gesellschaft bei seinen Opfern schlägt.

Vor der Nacht zum 13. Februar 1999

Hast du bis zum 13. Februar 1999 in Guben auf der Straße Nazis bzw. Skinheads gesehen? Kahled: Bis dahin hatte ich nur von ihnen gehört, ich hatte weder persönliche Begegnungen noch Probleme mit ihnen. Selbst wenn ich sie eventuell auf der Straße sah, sagte mir das nichts. Für einen Ausländer, der neu da ist, waren das einfach Deutsche, Anwohner.

Du hast also schon Jugendliche gesehen, Skins mit Bomberjacken usw., aber es gab keinen Stress?

Genau, davon gab es viele auf der Straße. Ich hatte auch von ihren Verhaltensweisen und Ritualen gehört, bis zur Farbe ihrer Schnürsenkel, aber alles als Gerücht.

Bist du in Guben auf der Straße von Deutschen angepöbelt worden?

Ich erinnere mich nicht ganz genau. Aber ich hatte im Allgemeinen keine Probleme mit den Anwohnern, ich war immer sehr höflich und freundlich zu ihnen.

Du sprachst eben von Gerüchten über Nazis, was war das genauer?

Freunde von mir aus dem Heim hatten Probleme mit solchen Jugendlichen. Sie haben mir erzählt, dass sie Nazis auf der Straße begegnet wären, die sie grundlos beschimpft hätten. Da ich aber persönlich nicht dabei war, blieben mir immer Zweifel, ob meine Freunde diese nicht doch provoziert haben oder ob diese Jugendlichen meine Freunde einfach so beschimpft haben, da diese Ausländer sind. Das blieb mir immer etwas schleierhaft, auch wenn meine Freunde mich warnten, dass ich aufpassen solle.

Wie war das Verhältnis zwischen der Gubener Bevölkerung und den Heimbewohnern?

Als Allererstes habe ich festgestellt, dass es für Ausländer in dieser Gesellschaft, in dieser Kleinstadt keinen Platz gibt, dass sie nicht aufgenommen werden. Egal, was sie tun und lassen. Selbst wenn sie eine Freundin finden, sich friedlich einrichten, Kontakte knüpfen wollen … Sie werden nicht akzeptiert, von daher gibt es auch keine Kontakte.

Wie hat sich das auf dein Leben ausgewirkt?

Nach der Erfahrung, allgemein abgelehnt zu werden, habe ich versucht, Distanz zur Bevölkerung zu wahren. Ich hatte kapiert, dass diese Leute uns nicht verstehen wollen, nicht akzeptieren und nicht willkommen heißen. Wenn ich in eine Bar gegangen bin, habe ich still meinen Kaffee bestellt, mich hingesetzt, fertig. Hast du dir selber manchmal die Frage gestellt, was die Deutschen in Guben über dich oder die anderen Ausländer denken? Ja, was denken sie? Dass das Fremde sind, die nicht aus ihrer Stadt oder ihrem Land sind; manchmal erschien es mir auch, dass sie uns als Lebewesen von einem anderen Stern betrachteten; trotz aller gemeinsamen körperlichen Merkmale, das unbekannte Wesen vom Mars …

Was waren in dieser Zeit deine größten Probleme?

Ich dachte mehr oder weniger wie alle jungen Leute, die hier nach Deutschland kommen, ob Asylbewerber oder nicht: Das Vorrangige ist, sich hier niederzulassen, eine stabile Situation herzustellen, Arbeit zu finden usw.

Die Nacht zum 13. Februar 1999
Wenn du heute an die Nacht zum 13. Februar 1999 denkst, was fühlst du?

Eine schwierige Frage; bis dahin dachte ich, okay, du kannst dich nicht gegen die Beschimpfungen wehren, denen du ausgesetzt bist, nicht schön, aber … Nachdem Farid gestorben ist, musste ich nun feststellen, dass du wirklich dein Leben aufs Spiel setzt, dass du von einem Moment auf den anderen tot sein kannst. Dass du deine Würde nicht verteidigen kannst, okay, ob du im Recht bist oder nicht, egal, aber dein Leben riskieren, das ist zu viel. Ein Beispiel: Jemand beschimpft dich, selbst wenn du es hörst und verstehst, kannst du immer noch so tun, als ob du nicht gehört hast, und weitergehen. Aber wenn dich jemand wirklich töten will?

Welche Bilder hast du vor Augen, wenn du zurück an diese Nacht denkst?

Ich kann nicht von einzelnen Bildern sprechen, weil ich das nicht ausdrücken kann, was ich alles in dem Moment gesehen habe. Ich erinnere mich an eine extreme Aggressivität, die ich in keiner Weise erwartet hatte, weder hier noch anderswo. Die ich mir keiner Weise habe vorstellen können, weiterhin nicht vorstellen könnte, wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte.

Bei dieser Aggressivität denkst du an die Situation, als du selbst von den Nazis gejagt wurdest?

An alles: Ab dem Zeitpunkt, wo sie damit begannen, uns anzugreifen … wir sind gerannt, haben einen Ort gesucht, um uns zu verstecken, haben einen Ausweg gesucht … Auch wenn das vielleicht 15 oder 20 Minuten waren, mir kam es vor wie eine Ewigkeit. Welche Gefühle hattest du angesichts dieser Aggressivität? Ich wollte eigentlich nur wissen, was hier geschieht, eine Erklärung, nichts als eine Erklärung, warum geschieht das? Wir hatten nichts gemacht, niemanden provoziert, es gab keine Zwischenfälle vorher, es passierte von einer Sekunde auf die andere … wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Hattest du Todesangst?

Ja, das stimmt, das war Todesangst: Beim Rennen erinnerte ich mich an die Geschichten, die ich gehört hatte, von Leuten, die geschlagen wurden, dabei schwer verletzt worden sind. Oft hieß es, dass diese von Glück reden könnten, dabei nicht ums Leben gekommen zu sein. Ich hatte ihnen bis dahin nicht so ganz geglaubt, ich hatte mir das vorher nicht so richtig vorstellen können, aber in diesem Moment konnte ich es plötzlich. Ich renne und mein Leben steht auf dem Spiel, wenn ich Glück habe, komme ich weg, wenn nicht, werde ich sterben. Es war ein großer Haufen, vielleicht zwanzig Leute, ich brauchte ihnen nicht einmal in die Gesichter schauen, es war klar, das langt, um mich zu töten, vor allem, wo es dunkel ist, ich rannte um mein Leben.

Wie hast du erfahren, dass Farid tot ist?

Durch den Arzt im Krankenhaus. Ich dachte, er sei verletzt wie ich, vielleicht schwer verletzt, im Koma. Dass er gestorben ist, konnte und wollte ich nicht glauben. Ich habe mit dem Arzt gesprochen, den Namen meines Freundes gesagt, und er hat mir nur kurz und knapp geantwortet, dass er tot ist. Ich dachte im ersten Moment, er täuscht sich, er hat ihn mit jemand anders verwechselt, den Namen falsch aufgeschrieben …, dass der Arzt ihn fälschlicherweise für tot hält, Farid aber nur im Koma liegt.

Wann hast du realisiert, dass er wirklich tot ist?

Nachdem ich mitbekommmen habe, was da plötzlich los war, als all die Journalisten aufgetaucht sind. Da wurde mir klar, dass es wirklich so ist.

Wie hat dich die Polizei an diesem Abend behandelt?

Sie haben mich nicht gut behandelt. Sie haben mich erst ewig warten lassen, sie haben meine Fragen über den Verbleib meiner beiden Freunde nicht ernst genommen, sie wollten mich nicht verstehen. Sie haben mir nicht den Eindruck vermittelt, dass sie sich um die Sache wirklich kümmern, dass sie ein Interesse daran haben, der Sache nachzugehen. Sie haben mich dann auf die Wache mitgenommen. Doch anstatt meine Anzeige aufzunehmen, haben sie mich erst mal im Warteraum sitzen lassen, obwohl ich sichtbar verletzt war. Ich habe sie dann gefragt, ob sie nun endlich meine Anzeige aufnehmen oder ob ich gehen kann. Sie haben mir geantwortet, dass ich gehen kann, dass es auf meine Anzeige nicht ankommt. Das war der Eindruck, den ich hatte. Ich musste mich ärztlich versorgen lassen, ich wartete darauf, dass sie mich zum Krankenhaus bringen … Als all das nicht geschah, dach- te ich, das ist ein Komplott. Ab da lebte ich unter einer ständigen Angst, ich kapierte, dass die Polizei diese Leute unterstützt, dass sie diese Dinge will, damit einverstanden ist, dass die Anwohner die Ausländer verjagen. So hast du natürlich auch kein Recht, dich darüber zu beschweren, eine Anzeige zu machen.

Wann hast du Issaka wieder gesehen?

Auf der Polizeiwache, in Handschellen, ich habe nichts mehr verstanden, ich hatte nur noch Fragen, warum, was geht hier ab? Ich habe es wirklich nicht mehr ausgehalten. Ich habe mir dann gesagt, okay, Issaka ist angekettet, aber wo ist Farid, ich wollte ihn sehen. Ich dachte mir, vielleicht hat er sich ja in Sicherheit gebracht, so bin ich direkt zurück ins Heim. Eigentlich wollte ich ja zuerst ins Krankenhaus, aber ich fühlte mich immer noch von diesen Typen verfolgt, aufgrund dessen, was ich zuvor erlebt hatte: Erst sind wir weggekommen, haben daraufhin versucht, die vorbeifahrende Polizeistreife anzuhalten, was sie nicht getan hat. Dann wurden wir von den Typen ein zweites Mal gejagt, ich wurde geschlagen, die Polizei ist gekommen und hat nichts gemacht. Haben mich letztendlich sogar von der Wache vertrieben. Geh doch! Ich benötigte eigentlich eine Behandlung meiner Verletzungen, aber ich hatte Angst, dass sie mich auf dem Weg zum Krankenhaus noch mal angreifen werden. So entschied ich mich dafür, so schnell wie möglich direkt ins Heim zurückzukehren, die große Straße zu nehmen, um bei Gefahr auf die Straße rennen und Autos anhalten zu können, entweder man hilft mir dann oder ich kriege Stress, auf alle Fälle besser als von den Typen noch einmal attackiert zu werden. Ich hatte Glück, ich kam unbehelligt ins Heim, aber Farid war nicht da.

Wie haben die anderen Heimbewohner auf die Nachricht von Farids Tod reagiert?

Sie haben Angst, sie haben schlicht und ergreifend Angst. Sie hören immer wieder von diesen Geschichten, Beschimpfungen, Anmache, jetzt ein Toter … Sie ziehen sich alle zurück. Sie haben Angst, sie wollen darauf nicht reagieren.

Die Ereignisse der folgenden Tage
Wie hast du die Reaktion der Gubener Bevölkerung auf den Tod von Farid erlebt?

Mir schien es, als sei das für sie etwas ganz Normales. Sie betrach- ten uns ja als wertlose Ausländer, also was soll's, eben einer weniger.

Wenn du an die Demo am Tag danach denkst, woran denkst du?

Das hat mir zumindest den Eindruck vermittelt, dass es nicht allen komplett egal ist, dass da ein Mensch gestorben ist. Ich spürte die Unterstützung von zumindest einigen Leuten. Doch als sich das alles wieder aufgelöst hatte, fiel ich wieder zurück in meine Verzweiflung. Ich dachte, okay, sie kommen ihrer moralischen Verpflichtung nach, drücken ihr Beileid aus, auch wenn sie persönlich nicht wirklich davon betroffen und gerührt sind. In erster Linie eben eine Geste.

Wie hast du in den Tagen darauf die Reaktionen der Presse wahrgenommen?

Ich hatte den Eindruck, dass sie vor allem scharf auf Sensationen waren, egal was passiert, Hauptsache, es lässt sich darüber schreiben. Wirklich an der Sache interessiert oder daran, diese Probleme zu lösen, schienen sie mir nicht. Mir kam es so vor: Hauptsache, die Zeitung wird voll, das Geschäft läuft … Informationen werden ge- und verkauft …

Welche Art von Unterstützung hat dir in den darauf folgenden Tagen am meisten geholfen, welche fehlte dir?

Kann ich so schlecht sagen, ich fühlte mich alleine, trotz der Freunde und Bekannten, mit denen ich darüber sprach, denen ich davon erzählte. Ich konnte Informationen weitergeben, aber tief in mir fühlte ich mich alleine, alleine damit, dem Tod gerade noch mal entkommen zu sein. Trotz der Beileidsbekundungen.

Konsequenzen dieser Nacht
Wie hat der Angriff dein Leben verändert?

Ich habe verstanden, dass mein Leben in Gefahr ist. Das sie eines Tages wiederkommen und mich erneut angreifen können und ich wie mein Freund dabei ums Leben kommen kann. Früher hatte ich Vertrauen in dieses Land, okay, ich bleibe ein Asylbewerber, gewisse Rechte habe ich nicht, das kann ich akzeptieren, das finde ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Aber auf diese Art und Weise zu sterben, das konnte ich nicht akzeptieren.

Wie hat die Erfahrung dieser Nacht deine Gefühle verändert?

Ich habe das Vertrauen in die deutsche Gesellschaft verloren, ich versuche auf Sicherheitsabstand zu ihr zu bleiben, zu dieser Gesellschaft ganz allgemein. Was mich aber am meisten irritiert und verletzt hat, war das Verhalten der Polizei: Ich sagte mir, okay, die Jugendlichen schließen sich in Nazigruppen zusammen, nicht schön, aber vielleicht eine Randerscheinung, aber dass die Regierung und die Bevölkerung sich im Grunde ähnlich verhalten, vor allem die Polizei, das hat mich an der deutschen Gesellschaft zweifeln lassen. Dass die Polizei, offizieller Vertreter und Repräsentant dieses Staates, sich so verhält, hat bei mir Spuren hinterlassen, das werde ich wohl nie vergessen können. Und das waren nicht einer oder zwei, sondern der Großteil von denen, die mich mit auf die Wache genommen haben und mit denen ich dort gesprochen habe. Die mich schlecht behandelt haben, ohne Respekt, mit herablassenden Gesten vor den Augen ihrer Kollegen: Sie haben mir z.B. meinen Ausweis auf den Tisch geknallt, als ich los zum Krankenhaus wollte, wobei ja offensichtlich war, dass ich meine Verletzungen behandeln lassen muss.

Du bist ja nach dieser Nacht recht schnell von Guben nach Potsdam verlegt worden. Was fühlst du, wenn du dort Skinheads auf der Straße triffst?

Ich habe verschiedene Nachrichten gehört, ein Typ der hier ermordet worden ist, ein anderer, der dort zusammengeschlagen wurde … All das bestärkt in mir das Bild, dass es anscheinend vollkommen normal ist, in Deutschland angegriffen zu werden, getötet zu werden. Wenn es dir nicht passt, kannst du ja deine Koffer packen …

Welche psychischen Probleme hast du seit jener Nacht?

Ich fühlte mich wirklich angegriffen, das genauer zu beschreiben, ist schwierig, ich fühle mich auf alle Fälle nicht mehr wie zuvor. Ich habe z.B. Probleme in Beziehungen mit anderen Menschen, ich misstraue ganz schnell. Mein Grundvertrauen ist verloren gegangen.

Du warst Zeuge bei der Gerichtsverhandlung in Cottbus. Wie hast du diese erlebt?

Ich war als Zeuge geladen, also bin ich dieser Pflicht nachgekommen. Das fiel mir nicht leicht, weil ich dies nicht kannte, weil ich eigentlich keine Lust hatte, dort zu sein, Angst hatte. Die Sache, die mich betraf, die Typen, die mich geschlagen hatten … Eine schwierige Situation.

Wie war deine Reaktion darauf, im selben Raum mit den Angeklagten zu sein, den Leuten, die dich gejagt und zusammengeschlagen hatten?

… Ich dachte, bei aller Vorsicht, Leute nicht zu schnell zu verurteilen: Das sind Dreckschweine, die es nicht einmal verdient haben, angeschaut zu werden. Aber die Angelegenheit erforderte meine Anwesenheit, der Respekt vor all den anderen anwesenden Leuten, den Zuschauern, dem Gericht, der Presse …

Was soll deiner Meinung nach mit den Angeklagten geschehen?

Ich wünschte mir, dass jeder Einzelne der Angeklagten meine Situation selbst erleben müsste. Ich weiß, das ist unrealistisch, aber das hätte ich gerne, dass sie sich die Frage stellen müssen, was haben wir da gemacht? Wenn sie selbst angegriffen und geschlagen würden in einem fremden Land, was würden sie dann fühlen, wie würde es ihnen damit gehen? Das wüsste ich gerne.

Was sollten für dich die Konsequenzen aus dieser Nacht in Guben sein?

Die Gesellschaft sollte sich die Frage stellen, welchen Gewinn sie aus solchen Ereignissen hat, ob sie dadurch an Ansehen und Würde gewinnt. Wenn sie so weitermachen will, okay, das hinterlässt jedenfalls keinen guten Eindruck. Ich glaube da aber nicht so richtig daran, wenn ich die aktuellen Nachrichten höre, ein Typ umgebracht in Dessau, zwei Afrikaner dort angegriffen. Diese Geschichte in Guben und andere Vorfälle zuvor haben nichts daran geändert. Die Leute akzeptieren diese Vorfälle, vielleicht fördert der Umgang mit diesen Vorfällen, die Gleichgültigkeit, diese sogar, bestärkt die Täter in ihrem Handeln.

Ich würde gerne diese Geschichte vergessen und wieder beginnen, mein Leben zu führen. Es ist passiert, daran lässt sich nichts mehr ändern, aber auf Dauer von dieser Geschichte eingenommen zu sein, ständig darüber nachzudenken, das ist nicht gut für mich. Ich würde gerne wieder mit etwas anderem beginnen, am Leben teilhaben.

Wie hat dich die Ausländerbehörde in letzter Zeit behandelt?

Ich hatte nicht viel mit ihnen zu tun, nur wenn ich einen Urlaubsschein oder Ähnliches benötigte, meinen Ausweis verlängern musste usw. Ich hatte da keine Probleme.

Wie ist dein Aufenthaltsstatus zurzeit?

Ich habe immer noch keine Arbeitserlaubnis, was ich sehr bedaure und nicht gerecht finde. Seit anderthalb Jahren dreht sich mein Leben nur um diese Nacht in Guben, keine Arbeit, nur Leute, die mir dazu Fragen stellen, ich durchlebe diese Nacht ständig wieder, und die Monate und Jahre vergehen, das ist für mich nicht gut. Ich müsste wieder etwas Neues beginnen, arbeiten, mich verändern, so könnte ich etwas vergessen. Ich hätte gerne, dass der Angriff so was wie ein schlechter Traum wird, der einfach irgendwann mal zu Ende ist. Vielleicht würde mir Arbeit dieses Vertrauen zurückgeben, die Zusammenarbeit auch mit Deutschen.

Was die Aufenthaltsgenehmigung selbst betrifft, lassen sie mich gerade ziemlich im Unklaren, da gibt es keine neuen und konkreten Aussagen. Ich würde sie natürlich nicht ausschlagen, wenn ich sie angeboten bekäme, das wäre eine neue Chance, mein Leben wieder aufzunehmen. Aber ich spreche von jetzt, ich habe anderthalb Jahre für nichts verloren und ich will nicht noch mehr verlieren, ich muss aus diesem Kreislauf raus.

Interview: Michael Brauns, Kay Wendel; Übersetzung: Michael Brauns
Quelle: Prozessbeobachtungsgruppe Guben (Hrsg.):
Nur ein Toter mehr. Alltäglicher Rassismus in Deutschland und die Hetzjagd von Guben. Hamburg/Münster: Unrast 2001, S. 105-114